Ich versuchte, mich dem Phänomen Charles Bukowski malerisch und grafisch zu nähern. Sein Bild, aber auch seine Aussagen und Texte dienten mir dafür als Material.

Charles Bukowski ist für mich als malerisches Motiv aus mindestens 2 Gründen interessant:

1. Er verkörpert in der Streitbarkeit und Direktheit seiner Texte und Performances auch heute noch den Gegenpol zu einer gekünstelten, schöntuerischen Mainstream-Kultur.

und 2.: Er gibt einfach ein gutes Bild ab.



Es handelt sich bei dieser Werkreihe um Ölbilder auf Leinwand und großformatige Monotypien. Ausserdem habe ich eine großflächige Grafik (ca. 15 qm) auf eine Wand der Traumata Gallery gedruckt.

Die Ausstellung läuft vom 08.- 26. Juni 2010 in der Traumata Gallery, Bonn.

 










 

 

 








Diese Reihe entstand auf dem Kunst--Symposium "Apassionato" in der Schokoladenfabrik Cima Norma im Tessin, Schweiz.

Aus dem Fundus des Schweizer Fotografie-Pioniers Roberto Donetta, der 1865 - 1932 im Valle di Blenio im Tessin lebte und arbeitete, habe ich einzelne Portraits malerisch neu interpretiert. Als Malgrund dienten mir Lederreste, die der in der Cima Norma ansässigen Gürtelfabrik entstammen.



Die Bilder haben verschiedene Formate zwischen 18x10 cm und 28 x 21 cm.

Öl auf Leder



 










Die Vorliebe und Faszination für das Bildnis des Menschen, und der Wunsch, die Malerei selbst ständig zu erneuern und zu erproben, war Hauptantriebsfeder für diese Werkreihe.

Das Spiel mit verschiedenen, immer neuen Umsetzungsweisen war nun nicht mehr bloss Stilelement, sondern Kern und Antrieb für meine Malerei, genauso wie die permanente Suche nach dem realen Gegenüber im Bild, die simple Frage „ist da jemand?“.


Unter diesem Gesichtspunkt verband ich 2008 diese beiden Aspekte zum Thema meiner Diplomarbeit, indem ich eine große Reihe Portraits auf jeweils unterschiedliche, jedem Bild individuell angemessene Weise umzusetzen versuchte.

Die dabei entstandene Serie von ca. 86 Bildern trägt den Titel „more bob dylan greatest hits“.

Alle Bilder haben das Format 42 x 35, Öl auf Leinwand.



 










Mein Familienalbum wurde für diese Bilderserie von 2007 / 2008 zum Fundus erklärt, aus dem ich für die Malerei schöpfen konnte.

Die Verwandtschaften, Erinnerungen und Geschichten boten mir hierzu den Anlass, den Startimpuls für die Malerei.

Ziel war es, trotz der persönlichen Befangenheit jeweils zu einer unabhängigen und selbständigen Bildaussage zu kommen, die frei ist von emotionaler Eingefärbtheit oder Wertung.

 


Bei dieser Reihe habe ich mir konsequent eine allgemeine Stilbildung in der Malweise verboten und stattdessen versucht, für jedes Bild eine angemessene und neue Umsetzungsweise im Rahmen der Ölmalerei zu finden. Hierbei spielte die fotografische Qualität und Besonderheit der Vorlagen eine große Rolle.


Die Reihe besteht aus 15 Bildern, Öl auf Leinwand, von verschiedenen Formaten.




Diese Portraitreihe von 2006 setzt sich mit der Besonderheit eines einzelnen Menschen, nämlich dem amerikanischen Musiker und Schauspieler Tom Waits auseinander. Ihr Titel ist “I never saw the morning until I stayed up all night”, wobei es sich um ein Zitat aus einem Songtext von Tom Waits handelt.

 


Die Bildvorlagen stammen aus einem experimentellen Musikvideo aus den 80er Jahren, in welchem Tom Waits mit seiner hingebungsvollen Mimik und Gestik in mir den Wunsch weckte, diese Bedingungslosigkeit und Passion malerisch zu untersuchen.

Die Reihe besteht aus 5 Bildern, Öl auf Leinwand, 120x80 cm.